Weihnachten und Silvester in Chicago !

17Jan2016

 Frohes Neues Jahr, meine lieben Leser ! (Auch wenn es schon fast Februar ist)

Ich hoffe ihr hattet genau so einen tollen Start ins neue Jahr wie ich hier in den USA. Oder habt ihr um Mitternacht etwa schon geschlafen ? wink

Ich fange aber mal von vorne an und erzähle euch, wie ich Weihnachten hier gefeiert habe. Für mich war es das erste Weihnachten, das ich nicht zuhause mit meiner Familie verbracht habe. Aber da bei mir die Tage vor Weihnachten und sogar an Heiligabend noch nicht wirklich die Weihnachtsstimmung bei mir angekommen war, hatte ich glücklicherweise auch kein Heimweh! Das kam erst später....

Glücklicherweise musste ich zwischen den Feiertagen auch nicht so viel arbeiten wie normalerweise, da meine Gasteltern beide zuhause waren und ja ein Wochenende dazwischen lag. Vielleicht wissen es einige von euch noch nicht, aber ich gehöre zu den glücklichen Au Pairs, die am Wochenende normalerweise nicht arbeiten müssen. Jackpoooot ! innocent

Also an Heiligabend fing das Weihnachts-Gedöns damit an, dass ich mittags mit meiner Familie in Deutschland geskypt habe, die in Deutschland schon mitten drin steckten und am Geschenke auspacken waren. Aber leider ist Weihnachten über Skype auch nicht so das Wahre und so wurde es ein kurzes Gespräch. Abends kam dann eine Schwester meiner Gastmutter mit ihrer Tochter und wir verbrachten Heiligabend bei einem leckeren Dinner, denn wenn mein Gastvater Lust und Zeit hat, kann er echt gut kochen! :) Wir redeten viel und später guckten wir noch Filme zusammen. Dieser Abend war also schonmal echt schön und ich war glücklich.Super leckere Weihnachts-Cupcakes! Meine eigene Socke !

Dann kam der 25. Dezember, also der eigentliche Weihnachtstag, an dem es ja in Amerika erst richtig losgeht. Ich wachte morgens schon realtiv früh auf und horchte gespannt, ob die Kinder nicht auch schon alle wach waren und ihre Geschenke plünderten, so wie ich und meine Geschwister es früher am Nikolaus-Morgen gemacht haben. Aber nein, es war alles still. So lag ich also noch bis 11 Uhr morgens im Bett, während meine Au Pair-Freundinnen und die Deutschen sowieso mich alle schon fragten, was ich denn zu Weihnachten bekommen hätte. Denn ihre Kids waren natürlich schon um 6 Uhr aufgestanden undecided 

Um 11 hörte ich dann aber jemanden die Treppen runterkommen und ich dachte natürlich "Jetzt gehts los!", machte mich fertig und ging hoch ins Wohnzimmer - aber Pustekuchen. Kurz gesagt: Wir haben um halb 1 "gefrühstückt" und danach erst die Geschenke ausgepackt. Das hat dann auch wieder Stunden gedauert, weil die Kinder einfach soo viel bekommen haben! Bei dem Kleinen war es auch noch so, dass er Geschenke von Santa Claus und dann aber auch noch Geschenke von seinen Eltern bekommen hat. laughing Auch ich wurde reich beschenkt von meinen Gasteltern und sogar von den älteren Kids, was ich echt super fand und mich sehr gefreut hat, weil ich kaum mit etwas gerechnet hatte. Vor allem da meine nette Familie in Deutschland natürlich auch an mich gedacht hatte und mir viele Geschenke schon zugeschickt hatte. Danke dafür nochmal ! kiss

Santa kam natürlich durch den Kamin ;) Unser Weihnachtsbaum, der von allen zusammen geschmückt wurde

So wurde es auch schnell Abend und wieder kamen einige Geschwister meiner Gastmutter mit ihren Familien und es gab viel Trubel. Die Kinder waren alle beschäftigt und die Erwachsenen unterhielten sich auch untereinander und so zog ich mich direkt nach dem Essen zurück, denn es waren schon viele neue Gesichter auf einmal und ich wusste auch einfach nicht, wie ich mich da integrieren sollte. Da wurde mir bewusst, wie schön es ist an Weihnachten die ganze Familie beisammen zu haben und natürlich bekam ich Heimweh, wie soll es auch anders sein. Ihr müsst mich deswegen aber nicht bemitleiden oder so, es war nicht so schlimm wie man es sich vorstellt ;) Aber vielleicht kann ich zum Thema Heimweh nochmal extra was schreiben.

Das war es also von Weihnachten. Keine Kirche wie sonst immer zuhause, keine Weihnachtslieder aber dafür mit einer tollen Gastfamilie in einem tollen Land ! Achja, die Adventszeit wird hier auch nicht so wirklich zelebriert wie in Deutschland.

 

Kommen wir also direkt zu Silvester, denn dazwischen ist ja wie schon gesagt, nichts Besonderes passiert. Ich feierte mit 6 anderen deutschen Mädels zusammen und wir haben uns sehr gut verstanden. Zuerst gab es ein gemeinsames Dinner bei Jill, denn sie hatte sturmfrei. So konnten wir auch in aller Ruhe ein paar Gläschen Wein trinken....endlich mal wieder tongue-out

Silvester

Jeder hatte etwas zu essen mitgebracht und wir machten uns nen netten Abend bis es dann gegen 11 mit dem Zug nach Chicago ging, denn wir wollten uns natürlich auch ein Feuerwerk angucken. Für alle, die noch etwas lernen wollen: Privates Feuerwerk ist nur am 4.Juli (Nationalfeiertag) erlaubt. Es gibt an Silvester nur öffentlich verantstaltete Feuerwerke. Nach einem schnellen Marsch zum Navy Pier, von wo man das Feuerwerk am besten sehen konnte, drängelten wir uns durch die ganzen Menschenmassen und kamen gerade rechtzeitig an einem perfekten Platz sehr nah am Wasser an. Es wurde Mitternacht und alle um uns herum wünschten sich ein "Happy new year" während wir uns gegenseitig umarmten und "Frohes Neues!" durch die Gegend schrien :D

 

Das Feuerwerk hatte ungefähr 20 Minuten gedauert und nun wollten wir noch feiern gehen. Die Party auf der wir dann letztendlich waren, war wieder in einem Vorort von Chicago, sodass einige Zeit verging bis wir endlich mit dem Zug dort ankamen. Und da Amerikaner ihre Parties ja gerne früh anfangen, war um 2 Uhr auch schon nichts mehr los.

Alles in allem war Silvester aber echt schön, vor allem weil wir beim Feuerwerk einen tollen Blick auf die Skyline von Chicago hatten und es ein rundum schöner Abend war !

Witzig war es an diesem Tag auch, dass man den Freunden und der Familie in Deutschland schon 7 Stunden früher, also um 17 Uhr ein Frohes neues Jahr gewünscht hat und man selbst konnte noch gar nicht glauben, dass es bald 2016 sein sollte.

 

Nun bin ich auch schon fast 6 Monate hier, dass heißt bald wird rückwärts gezählt!

Love & Peace,

Maren

 

(Mehr Fotos folgen)