Mein letzter Monat- der Reisemonat! Teil 1

16Sept2016

Hallöchen ihr Lieben!

Hier kommt mein Nachtrag zum Reisemonat, beziehungsweise war es kein ganzer Monat für mich, sondern ich reiste 'nur' 2 Wochen. Am 22.8. bestieg ich dann mein Flugzeug in Richtung Düsseldorf, welches mich zur Überraschung meiner Eltern schon 2 Tage früher nach Hause brachte, als ich es ihnen erzählt hatte.

Der 5. August, der offiziellen Start meiner Reise, war bis jetzt wahrscheinlich einer der emotional schwersten Tage meines bisherigen Lebens. Über den Tag hinweg musste ich mich von all meinen Gastkindern verabschieden, da einige von ihnen noch mit den Familien von Freunden in den Urlaub fuhren, und ich musste mich auch von unserem Hund Bandit verabschieden, da es abzusehen war, dass dieser eingeschläfert werden würde, während ich auf Reisen war. Schließlich schafften es meine Gasteltern, mein jüngstes Gastkind und das neue Au Pair es dann aber nach einigem Chaos mich abends pünktlich zum Flughafen zu bringen, damit ich mit Jessi in den Flieger nach San Francisco einsteigen konnte. Dieser ging zu unserem Glück natürlich erst mit einiger Verspätung in die Luft, sodass wir um ca. 3 Uhr nachts in San Francisco ankamen und noch ungefähr 4 Stunden Schlaf über hatten. Aber im Nachhinein war es nicht so der Rede wert, nur dafür dann eine Nacht im Hostel zu bezahlen war natürlich mehr oder weniger überflüssig.                                      

Am nächsten Morgen ging es dann also los ins richtige Abenteuer. Jessi und ich hatten uns für die einwöchige 'Western Sun'-Tour von AuPair Adventures angemeldet, bei der es für eine Woche mit einer Gruppe von Au Pairs und einem Guide in einem Van durch Califonien, Arizona und Nevada gehen sollte.

Die Golden Gate Bridge im NebelDen Anfang machten wir im weniger sonnigen und mit 17 Grad ziemlich kalten San Francisco. Leider versteckte sich die Golden Gate Bridge im Nebel und auch die Piers waren bestimmt nicht so hübsch anzusehen wie im sonst eher vorherrschenden Sonnenschein. Nach dem Mittag und meinem ersten, ziemlich guten Fish Taco in Amerika ging es dann weiter Richtung Yosemite Valley.

Was für atemberaubende Aussichten! Der Van mit dem wir unterwegs waren Maren & Maren staunen

Dort erklommen wir bei viel höheren Temperaturen dann einige Berge und hatten viele wunderschöne Ausblicke. Nur für die Unterlagen: In dem Van, den ihr oben sehr, waren wir mit 13 Mädels und unserem Tour Guide Josh unterwegs. Davon waren 10 deutsche Au Pairs, eine Mexikanerin, Kathy aus England und Bee aus Südafrika. smile

Im Yosemite Valley schlugen wir dann auch abends das erste Mal unsere Zelte auf, in denen wir die Nacht verbringen würden. Das war natürlich besonders witzig für die Mädels, die noch nie campen waren. Aber insgesamt gab es zum Glück keine Tussi-Anfälle und wir verstanden uns auf Anhieb. Auch das Kochen ging ruck-zuck, weil jeder mithalf und freiwillig Hilfe anbot. Als Au Pair ist man ja viel Schlimmeres gewöhnt. ;)

Auch den zweiten Tag verbrachten wir im Yosemite National Park auf langen Pfaden, in kühlen Flüssen und zwischen steilen Felsen.

Alle am Fotos machen...Leider kann man an einem Tag noch längst nicht alles sehen, aber der Vorgeschmeck war bombastisch! Am späten Nachmittag fuhren wir dann schonmal Richtung Death Valley, wo an Tag 3 unser nächster Stop sein würde. Die Nacht verbrachten wir dann direkt an der Grenze von Californien und Arizona auf einem kleinen Campingplatz. Dabei hatten wir weder Lust, die Zelte aufzuschlagen, noch hätte die Wärme es verlangt, sodass in dieser Nacht gehimmelt wurde

Dann ging es pünktlich am nächsten Morgen auf ins Death Valley, dem heißesten Ort der Erde, habe ich mir sagen lassen.

Es waren einfach 51 Grad!!

 

 

 

 

 

 

Und es war wirklich heiß, und was für eine weite Landschaft ist das bitte? surprised Die 51 Grad draußen waren nur glücklicherweise ziemlich trocken, sodass man erst ins Schwitzen kam, wenn im Auto die Klimaanlage wieder an ging.

Diese Temperaturen gingen auch nicht runter, als wir dann abends in Las Vegas ankamen. Mein persönlicher Favorit der Reise. Las Vegas ist einfach nicht zu beschreiben. Die Stadt mit ihren ganzen bunten Lichtern und verrückten Hotels steht einfach mitten im Nirgendwo und ist natürlich auch nur von Touristen aller Art belebt.

Das einzige Bild von Las Vegas

Hier durften wir zwei Nächte im Hotel verbringen- das hatten wir uns auch mehr als verdient. Das Hooters-Hotel, welches in Verbindung zu besagtem Restaurant mit leicht bekleideten Frauen steht, war in ruhiger Lage nah am Las Vegas Strip, also der Hauptstraße, und bat uns trotzdem etwas Ruhe. An einem der Abende wurde für uns ein Partybus organisiert mit dem wir einige Hotspots abfuhren und in dem wir uns gut amüsierten mit einer anderen Truppe, die auch gerade die Western Sun Tour machte. Glücklicherweise gibt es davon auch keine Fotos ;)

An Tag 4, unserem einzigen ganzen Tag in Las Vegas, entspannten wir uns am Hotelpool und erkundeten später noch die schönen Hotels wie z.B. das Venetian, eine Nachbildung von Venedig.

Dann ging es am Morgen von Tag 5 auch schon zum Grand Canyon, weiter durch die Wüste. Bei einem kurzen Zwischenstopp in Arizona konnten wir uns ein Bild von der alten Route 66 machen und es gab viele süße kleine Souvenirläden. An sich wird die Straße aber nur noch wenig benutzt....

Seligman, AZ Seligman, AZ Seligman, AZ

Am Grand Canyon kamen wir dann am späten Nachmittag an, sodass wir ein sehr gutes Fotoshooting bei Sonnenuntergang machen konnten. Die Aussicht am Grand Canyon ist atemberaubend aber es ist nichts für Leute mit Höhenangst.

  Unglaublich, oder ? Da war die Sonne weg... Immer diese Deutschen... Hammer Foto!

Und weil wir nicht genug davon hatten, erschlossen wir uns abends am Lagerfeuer dann noch dazu, auch am nächsten Morgen zum Sonnenaufgang zurück zu kommen.

Hallo Sonne! Mehr als unsere Füße gibts nicht von uns zu sehen... Hintergrundbild-würdig

Witzigerweise konnten wir durch das frühe Aufstehen noch ein "Naturschauspiel" sehen: Es kamen einfach Elche auf unseren Zeltplatz.

Elch! Moose!

Er tat uns zwar nichts, aber einen kleiner Schock war es doch, da wir ja auch nicht die einzigen auf dem Zeltplatz waren und Elche sich eher nicht so nah an Menschen trauen.

An diesem Tag ging es dann noch weiter zum Lake Havasu. Im Vorfeld wusste ich gar nicht, was mich dort erwarten sollte aber ich freute mich darauf, endlich mal am Strand zu entspannen und schwimmen zu können.

Wir kamen nachmittags nach einer ziemlich langen Fahrt dort an und wurden von einer brüllenden Hitze begrüßt. Die wäre ja nicht so schlimm gewesen, wenn unser Zeltplatz nicht komplett ohne Schattenplatz gewesen wäre. Auch gab es kein kaltes Wasser in den Waschräumen und so machten wir uns zuerst auf um ein Eis zu kaufen. laughing

Dann ging es natürlich schwimmen und an dieser Stelle konnten wir auch endlich das Stand-Up Paddling Board ausprobieren, welches die ganze Reise über auf unserem Van transportiert wurde.

Talentiert

Es hat ziemlich viel Spaß gemacht, auch wenn es teilweise wackelig wurde. Mehr oder weniger freiwillig mussten wir uns dann zum Abendessen aus dem kühlen Nass raus bewegen. Die bevorstehende Nacht gab uns allen ein mulmiges Gefühl. Zwar mussten wir die Zelte nicht aufbauen, aber es wurde nicht einen Grad kühler. Ihr könnt euch eine Nacht bei 35 Grad vorstellen, als wenn man in einer Sauna schläft. Man ist super müde aber weil die Hitze auch aus dem Boden kommt, ist der Schlaf auf einer warmen Matratze nicht wirklich erholsam.

Dann kam unser letzter voller Tag: Nummer 7, Endstation Los Angeles. Die 6-stündige Fahrt dorthin wurde von einigen dazu genutzt, den Schlaf von letzter Nacht nachzuholen. Am Mittag kamen wir dann an und als erstes bekamen wir den schrecklichen Verkehr zu spüren. Kurz vor den Toren der Stadt standen wir nur im Stau, aber dafür ist die Stadt ja auch bekannt.

Den Nachmittag verbrachten wir am Walk of Fame und Hollywood Boulevard. Mein Traum seit ich ein Kind bin! Stars, Sternchen, Hollywood Glamour. Und die Realität sah leider anders aus: Touristen, Souvenirläden, Dreck.... So glamourös wie es sich anhört war es leider nicht, aber auch das hatte ich dann gelernt. Trotzdem war es schön, dass man vom Dolby Theatre dann das Hollywood Sign in den Bergen sehen konnte. Der Glamour war nur ein bisschen weiter von der Innenstadt entfernt ;)

 

Unser Hostel für die Nacht lag in Santa Monica, einem Stadtteil von LA mit direktem Strandzugang. Dort gingen wir Mädels dann nochmal zusammen richtig gut essen und beendeten den Tag mit einem Spaziergang bei Sonnenuntergang entlang des Santa Monica Piers. Wir entschieden uns auch mal nicht für typisch amerikanisches Essen sondern fanden ein super leckeres, kleines italienisches Restaurant dessen Mini-Terasse sogar einen Blick Richtung Meer bot.

Santa Monica Pier Strand!

An Tag 8 gab es dann keine offiziellen Pläne mehr. Nach dem Frühstück im Hostel wurden nach und nach Mädels aus unserer Gruppe verabschiedet. Unser Flug ging erst am Nachmittag, sodass Jessi und ich noch Zeit hatten um die Gegend zu erkunden.

Auf meiner Bucket List gab es noch den Punkt : In'n'Out Burger. Diese berühmte Fast Food Kette gibt es in den USA "leider" nur in Kalifornien und Umgebung. Ich kann berichten: Es schmeckt tatsächlich ziemlich gut, aber man hätte vielleicht etwas vom geheimen Menü probieren sollen. Eigentlich ist In'n'out nämlich für die Animal Style Fries bekannt, die es regulär aber nicht auf der Karte gibt. Animal Style Fries sind Pommes mit der "geheimen" In'n'out Sauce, gerösteten Zwiebeln und Käse und es sieht einfach verdammt gut aus....

Von da aus machten Jessi und ich dann noch Venice Beach unsicher, sahen unter anderem die halbwegs berühmte Fitness-Youtuberin Sophia Thiel dort und spazierten zurück Richtung Hostel um unsere Koffer zu holen.

Als nächstes folgt dann: Miami und Seattle- unser Reisemonat Teil 2!